PRESS COMMENTS

WOANDERS (2019)
in Auseinandersetzung mit Texten von Thomas Brasch, HAU2

Masha Qrella hat einige Texte des 2001 verstorbenen Schriftstellers Thomas Brasch zu den Songs verarbeitet, die sie vielleicht immer schon sein wollten und schöpft die Pop-Potenziale der Lyrik Thomas Braschs voll aus, denn dieses „Woanders“ ist vielleicht nicht weniger als der zentrale Topos von Pop überhaupt.

(Jens Uthoff, TAZ)

 

Wie soll ich Dir das beschreiben? (2019)
work in progress WOANDERS, Pop-Kultur Berlin 2019

… Dass es in Deutschland und vor allem in der ehemals geteilten Hauptstadt noch viel zu besprechen geben wird in diesem Herbst, zeigte auch Masha Qrella, die mit Texten von Thomas Brasch und dialogischen Zwischenspielen auf ihre unverarbeitete West-Sozialisation als Ost-Berliner Musikerin zurückblickt: Da fällt gerade ein Erinnerungsraum krachend auseinander, der vielleicht zu rasch vereinheitlicht wurde…

(Tobi Müller,  Der Spiegel)

 

„Unsere Wissenslücken sind unser Akzent.“ Ohne Ironie: Das hätte Walter Benjamin nicht pointierter formulieren können. Noch ist Thomas Brasch der Startblock, von dem Qrella in ihre Kunst abspringt. Und im Dezember setzt sie dieses Work in Progress über Brasch mit einer Mischung aus Konzert, Performance und Ausstellung und unter der Überschrift „Woanders“ im HAU2 fort. Es wäre sehr zu wünschen, wenn Qrellas Tour de Force durch ihre Staunen machende Vita danach eine weitere Fortsetzung fände. Ein oder mehrere Musikalben kämen dafür ebenso infrage wie ein Theaterstück und ein Film. Woanders ist da, wo Masha Qrella es so bravourös beschreibt.

(Kristof Schreuf, TAZ)

 

EP Day After Day (2019)

Noch viel mehr versteht man von der Kunst der Masha Qrella, hat man das über 12 Minuten lange Stück „Arthur“ gehört. „Arthur“ ist eine Kurzgeschichte von Einar Schleef von 1981. Qrella macht daraus ein musikalisches Hörspiel. Sie folgt Schleef und seiner Möwe durch den Berliner Winter. Qrella erscheint da wie die perfekte Wiedergängerin dieser aus der Zeit gefallenen Erzählerstimme. Melancholisch und widerständig zugleich klingt sie nun, diese Stimme, die Eigenbrötlertum und In trovertiertheit verteidigt gegen Narzissmus und Selbstdarstellungssucht, Sinnlichkeit und Müßiggang gegen Selbstoptimierungs- und Kontrollwahn in Stellung bringt, Langsamkeit gegen den täglichen Timeline-Wahnsinn setzt. So wie der Erzähler sich alle Zeit der Welt nimmt, um die Möwe zu kurieren, nimmt Qrella sich alle Zeit der Welt, die Geschichte nachzuerzählen.
Dieser Song, der wie auch das Heiner-Müller-Stück steht somit pars pro toto für ihr Schaffen: Sie erzählt in ihren Songs von alltäglichen Begebenheiten, von der Liebe, vom Schmerz, vom Anderssein. Nie so depri, dass sie einen in den Abgrund risse, nie so kitschig, dass man es ihr nicht abnehmen würde.

(Jens Uthoff, TAZ)

 

 LP KEYS  (2016/2017)

Wäre Masha Qrella ein Mann würde man von einem Meisterwerk sprechen… Den Ozean und seine Weite im Blick, die Stadt im Nacken und das Wissen um die Unordnung der Welt. KEYS vermittelt dieses Gefühl, das zwischen Pragmatismus und dem Wissen changiert, dass da noch etwas ist auf der anderen Seite des Sichtbaren.

(Tobi Müller, Berliner Zeitung)

 

Es geht auf ihrem fünften und besten Album ums Suchen und Finden, ums Unterwegssein, ohne jemals wirklich anzukommen… Ein Kick, vielleicht der ultimative. Was KEYS so gut macht, ist die Tatsache, dass es Qrella gelungen ist, diese Klarheit in all ihrer Ambivalenz in ebenso unkomplizierte Popsongs zu verwandeln. Eine wohltuende, aber auch kompetente und mutige Reduktion aufs Notwendige, das muss man können.

(Andreas Borcholte, Der Spiegel)

 

Musikalisch konzentriert sich Qrellas Mischung aus Gelassenheit und Nachdenklichkeit in noch einfacheren und prägnanteren Melodien als zuvor. Was schlicht und einfach von einer Meisterin des Liedermachens zeugt.

(Stefan Rauf, FAZ)

 

Masha Qrella macht ihr Ding entschieden stilsicher und rundum souverän. Hinreißend.

(Stefan Michalzik, Frankfurter Rundschau)

 

It’s an album full of beautiful, heart-rending tracks with an air of sophisticated pop… It’s like somebody took the introverted insights of folk and transposed them against soundscapes that wouldn’t be too out of place in Bowie’s Berlin era.

(Tom Roden, Volture Hound Magazine, US)

 

Intimate sounding vocals combines brilliantly with electronic trickery and organic musicianship … it is the album’s thoughtful lyrics and self-depreciating humour which give it a very human heart, and lift the entire record from the great to the sublime.

(John Bittles, Titles Magazine, IRL)

 

Unter den von sanften Beats unterlegten Singer/Songwriter-Stücken sind richtige Hits … die Musik wird getragen von der Stimme Qrellas, der man Verletzlichkeit genauso anhört wie Geradlinigkeit.

(Jens Uthoff, TAZ)

 

Wie der unter Leuten monadisch für sich alleine Tanzende behaupten ihre Songs eine unanfechtbare Intimität.

(Aram Lintzel, SPEX)

 

KEYS is a sparkling pop fountain you will not only listen to over and over again, but in which you will also discover a spiderweb full of interwoven linkages of art.

(Adam Wakeling, Berlin Art Link Magazine)

 

The songs push very clearly into the clubs…. It is no wonder that Dirk von Lowtzow (Tocotronic) was dancing in his living room whilst listening to the disc, which is what you will being doing too.

(Christina Mohr, Kaput Magazine)

 

More than ever before, her lyrics are direct and emotional, declaring earnest, longing. She has a knack for delivering hard statements in a smooth manner … Soul-baring and confessional, Keys is Masha Qrella’s most assured album yet.

(Paul Simpson, All Music Magazine, US)

 

It’s a record of understated, low-key beauty – melodic, deceptively simple and, above all, an expression of an artist who is comfortable to let her songs speak for themselves.

(SWIT Magazine, IRL

 

KEYS beeindruckt mit Gelassenheit und einem Understatement, dem die Schrecken der Gegenwart nichts anhaben können, ein Album, in dem man als Hörer genussvoll versinken kann.

(Aram Lintzel, NZZ, CH)

 

Die großen Gefühle wie Verloren-Sein, Sehnsucht, Verletzlichkeit sind die Themen der Songs. Was sie auf so wundervolle Art berührend und mitreißend macht, ist die „untraditionelle“ Produktion jenseits von Folkpop.

(Kerstin Petermann, Plattentest)

 

What most impresses me about KEYS is how Qrella references elements of many different styles and influences like a fine wine that contains hints of many different elements into its signature flavor. Her latest release is a fine place to get acquainted – and an early candidate for my Record of the Year.

(Thom Lieb, Sit down and listenup, US)